Foto: Brigitte Schwietert

Trauerfeier

Trauerfeiern in Coronazeit

Corona hat auch uns als Kirchengemeinde fest im Griff.

Das betrifft vor allem auch die Trauerfeiern. Wir müssen uns an die Auflagen der Landeskirche Hannovers, aber noch viel mehr an die gesetzlichen Maßnahmen des Landes Niedersachsens halten. Stetig erfolgen Änderungen.

Zurzeit sind Trauerfeiern wieder in der Kirche möglich unter den Maßnahmen, die auch bei den Gottesdiensten einzuhalten sind (begrenzte Personenzahl, Mindestabstand, Mundschutz, Desinfektion,...). Weiterhin sind Trauerfeiern in unserer Kirche auf maximal 50 Personen begrenzt.

Wir stehen im stetigen Austausch mit der Landeskirche, dem Land und den Bestattern, um eine für Sie bestmögliche Trauerfeier unter diesen Umständen zu gestalten.

Jemand ist gestorben - was tun?

Foto: Brigitte Schwietert

Ein Angehöriger von Ihnen ist gestorben? Das Wichtigste ist: Nehmen Sie sich Zeit. Sie müssen nichts überstürzen, die Zeit ist nun ohnehin stehen geblieben. Ein Toter darf 36 Stunden im Haus bleiben, bevor der Bestatter ihn abholen muss.

Sie können also ganz in Ruhe Abschied nehmen. Alte Rituale können dabei eine Hilfe sein: ein Fenster öffnen, damit die Seele zum Himmel fliegen kann, die Uhr anhalten, die Augen des Toten schließen und seine oder ihre Hände falten, vielleicht mögen Sie ihr oder ihm auch eine Blume in die Hand legen.

Informieren Sie Ihre Angehörigen, vielleicht möchte noch jemand kommen, um Abschied zu nehmen. Sie können auch die Pastorin rufen, um gemeinsam eine Abschiedsandacht zu feiern.

Verständigen Sie einen Bestatter und sprechen mit ihm ab, wann er Ihren Angehörigen abholen kommt. Sie können dem Bestatter Kleidung mitgeben oder später bringen, die die oder der Tote im Sarg tragen soll.

Die Bestatter sind sehr kompetent in allen Fragen um die Bestattung und beraten und entlasten Sie nach Kräften. Sie informieren auch die Pastorin über den Tod Ihres Angehörigen und vereinbaren einen Termin für die Trauerfeier, so wie es Ihnen und der Pastorin passt. Die Pastorin wird sich dann bei Ihnen melden, um einen Termin zu einem Trauergespräch zu vereinbaren. 

Verschiedene Bestattungsarten

Foto: Friederike Giesecke von Bergh

Für die Bestattung in der Kirchengemeinde St. Georg haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Die Trauerfeier kann sowohl in der Kirche als auch in der Friedhofskapelle stattfinden. Gerade für kleinere Familien- und Freundeskreises eignet sich die Kapelle gut. Bei einer Sargbestattung findet zunächst die Trauerfeier statt. Im Anschluss gehen wir gemeinsam zum Grab. Dort wird der oder die Tote verabschiedet. Wir beten für sie und segnen sie. Nachdem wir gemeinsam das Vaterunser gebetet haben und Sie einen Segen empfangen haben, hat jeder die Möglichkeit, sich am Grab zu verabschieden.

Bei einer Urnenbestattung gibt es zwei Möglichkeiten: Die Trauerfeier findet mit der Urne wie oben beschrieben statt. Oder es findet eine Trauerfeier mit Sarg statt. Dann bleibt der Sarg nach der Trauerfeier stehen und die Pastorin und Sie als Trauergemeinde gehen aus der Kirche bzw. der Kapelle. Zu einem späteren Zeitpunkt gibt es dann eine Beisetzung im engeren Familienkreis direkt an der Grabstelle.

Eine weitere Möglichkeit des Abschieds ist die traditionelle Variante in Badbergen. Nach einer kurzen Andacht in der Kapelle, erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof. Im Anschluss daran findet die Trauerfeier in der Kirche statt.

Welches Grab ist das richtige?

Foto: Brigitte Schwietert

Sarg oder Urne? Blumen oder Rasen? Mit Grabstein oder anonym?

Es gibt viele Möglichkeiten der Bestattung. Im Idealfall haben Sie mit dem oder der Verstorbenen schon vor dem Tod über den eigenen Wunsch gesprochen. So kann es eine Sarg- oder Urnenbestattung sein, unter Blumen oder Rasen, mit Grabstein oder nur mit Grabplatte oder ganz anonym.

"Freut Euch aber, dass Eure Namen im Himmel geschrieben sind." sagt Jesus Christus im Lukasevangelium (Lk 10,20b). Doch auch auf Erden brauchen wir Menschen einen Ort der Trauer, bei dem der Name des oder der Verstorbenen steht.

Eine Alternative zum pflegelosen anonymen Grab ist beispielsweise das pflegeleichte Rasengrab, das nur mit einer Grabplatte bedeckt wird und keiner weiteren Pflege bedarf. Ein Rasengrab bedeutet aber auch, dass keine Blumen, Kerzen oder ähnliche Dinge auf der Rasenfläche abgelegt werden dürfen, sondern nur bei der Stele.

Nehmen Sie bitte mit unserer Ansprechpartnerin bei der Friedhofsverwaltung, Frau Heidemann, Kontakt auf. Sie steht Ihnen gerne beratend zur Seite.

Wohin mit meiner Trauer?

Foto: Friederike Giesecke von Bergh

Jede und jeder trauert anders. Manchen ist es eine Hilfe, ihren Alltag so normal wie möglich fortzusetzen, andere räumen den Kleiderschrank des Toten aus, manche nehmen sich eine Auszeit, andere erzählen wie ein Buch und wieder andere verschließen sich.

Wenn die Trauer da ist, kann es eine Hilfe sein, ein Gespräch zu suchen und sich die Schwere von der Seele zu reden. Wenige Wochen nach der Bestattung kommt, wenn Sie es möchten, die Pastorin noch einmal zu Ihnen. Scheuen Sie sich nicht, unsere Pastorin auch danach erneut um ein Gespräch zu bitten - auch dann nicht, wenn seit der Trauerfeier schon viel Zeit vergangen ist.

Es kann eine Hilfe sein, möglichst viel rauszugehen, im Garten zu arbeiten oder ans Meer zu fahren. Die Schöpfung Gottes erzählt immer noch auf die behutsamste Weise, dass das Leben weitergeht - wenn auch anders, und dass man ein Teil davon ist und sein darf.

Jemand liegt im Sterben - wie bereiten wir uns vor?

Foto: Brigitte Schwietert

Wenn der Tod unausweichlich ist, hat man so manche schwere Entscheidung zu treffen. Rufe ich einen Arzt, wenn es ernst wird oder habe ich den Mut, meine oder meinen Lieben zu Hause sterben zu lassen? Wie begegnen wir uns in dieser letzten Zeit und werde ich die Kraft haben, bei ihr oder ihm zu bleiben, wenn der Tod kommt?

Es gehören immer mehrere dazu und jedem darf es - soweit die Umstände es erlauben - gut gehen. Tun Sie nichts, was Ihre Kräfte übersteigt und bleiben Sie möglichst mit Ihrem Gewissen im Einklang. Das Thema Tod ist meistens ein Tabuthema, aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, offen darüber zu reden. Es wird alle entlasten - die Lebenden wie die Sterbenden. Beispielsweise können Wünsche für die Trauerfeier berücksichtigt werden und auch Wünsche nach Gemeinschaft oder Alleinsein. Nicht jede oder jeder Sterbende kann sterben, wenn andere dabei sind. Und manche brauchen eine Art Erlaubnis. Auch dafür kann ein offenes Wort helfen.

Wenn Sie es wünschen, können Sie auch mit unserer Pastorin eine Abschiedsandacht feiern. Ein Abendmahl oder ein letzter Segen, der den Abschied erleichtert. Rufen Sie unsere Pastorin gerne an und erzählen Sie ihr von Ihren Plänen, sie wird Ihnen dann zur Seite stehen. 

Was passiert, wenn die Ruhefrist eines Grabs beendet ist?

Foto: Brigitte Schwietert

Sie pflegen seit Jahren ein Grab Ihres Lieben und nun ist die Ruhefrist vorbei? Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Sie können das Grab erneut kaufen, um es weiter zu pflegen. Ebenso ist es möglich, das Grab abzuräumen, weil Sie eventuell keine Energie mehr für die Pflege haben. Das ist auch völlig in Ordnung. 

Wenn Sie sich entscheiden, das Grab abzuräumen, melden Sie sich bei unserer Ansprechpartnerin der Friedhofsverwaltung Frau Heidemann. Unsere Pastorin bietet Ihnen an, die Auflösung des Grabes mit Ihnen kurz liturgisch zu begleiten, bevor das Grab abgeräumt wird. Das kann ein schöner Abschlusspunkt sein.

verschiedene Bestatter

Bergfeld/Ristok        05431/3609 (Quakenbrück)

Hesse                    05439/808772 (Bersenbrück)

Lemke                    05433/6211 (Badbergen)

Möhlmann                                05436/218 (Nortrup)

Ortland                    05431/3541  (Quakenbrück)

 

 

Ansprechpartnerin der Friedhofsverwaltung

Heike Heidemann

Mo-Fr 08:00-12:00

Tel.: 01623859902